Über den Wolkenpass nach Hoi An

Wie mit dem Hotel abgemacht stand der Roller am frühen Morgen bereit. Wir testeten kurz ob alles wie gewünscht funktioniert und machten uns dann auf den Weg nach Hoi An. Das Wetter war wie vorausgesagt: bewölkt, aber kein Regen. Und glücklicherweise waren auch die Strassen bereits getrocknet.

Da wir nur die 80 Kilometer nach Hoi An vor uns hatten, beschlossen wir noch ein paar Sightseeings in Hué nachzuholen und machten noch einen Abstecher zum Grab von Duc Toc. Ich glaube, ich baue mir auch eine schöne Tempelanlage um mein Grab herum. 😉

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Die verbotene Stadt in Vietnam

Im Hotel von Dong Hoi buchten wir für die Fahrt nach Hué eine Tour. Die Verbindung aus Reisen und Sightseeing machten für uns Sinn. Mit einem PW und einem britischen Paar wurden wir von unserem Fahrer in die demilitarisierte Zone gefahren. Zuerst machten wir Stopp in einer Bunkeranlagen der Vietnamesen. Gebaut zur Verteidigung der Küste buddelten Sie ein mehrere Kilometer langes Tunnelsystem mit mehreren „Stockwerken“, Wohnräumen für die Zivilisten, Krankenzimmer, Operationssaal und Besprechungszimmer. Alles unter Tage und gerade so gross wie absolut notwendig. Für 1.85 Meter Körpergrösse waren diese Gänge und Räume definitiv nicht gebaut. In gebückter Haltung liefen wir ein paar hundert Meter unter Tage, vorbei an überfluteten Treppenabgängen in tiefere Stockwerke, Wohnräumen kaum grösser als 3m2 und dem Besprechungsraum wo mithilfe eines Fahrrades Licht erzeugt wurde. Mehrere Jahre hatte die Bevölkerung in diesen Tunneln gelebt – ihre einzige Überlebenschance gegen die Bomben der Amerikaner.

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Auf der Suche nach den Fraggles

Dong Hoi überraschte uns gleich zu Beginn: im Hotel erhielten wir ein „Upgrade“ und wurden gleich in ein besseres Hotel umquartiert. Mit dem Roller und den schweren Rucksäcken wurden wir die rund 200 Meter auf dem Sozius chauffiert. Weiter war die Rezeption sehr freundlich und überaus engagiert, dass wir auch sicher was leckeres zu Essen kriegten. Aus einer Liste von Empfehlungen entschieden wir uns für das Tree Hugger Café.
Dieses kleine, liebevoll eingerichtete Café brachte uns nicht nur sehr leckeres Essen, sondern überraschte auch mit äusserst guten Preisen und einer gemütlichen Atmosphäre. Wir fühlten uns in Dong Hoi gleich von Anfang an sehr wohl.

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Durch die Karstlandschaft mit dem Ruderboot

Nachdem wir spät abends in Hanoi den Bus bestiegen, wurden wir nochmals in einen anderen Bus umgeladen. Für unsere nur 1 ¼ stündige Fahrt wurden wir gar im Schlafbus untergebracht. Ziemlich unnötig, aber gar nicht mal so ungemütlich. In Ninh Binh angekommen lud uns der Bus gleich um die Ecke vom Hotel aus und wir marschierten zu Fuss zum Hotel. Das Hotel war überraschend gross, aber nicht sehr ausgelastet. Das stellten wir am nächsten Morgen beim Frühstücksbuffet fest. Neben uns war nur noch eine weitere Familie mit einem Kind am essen. Für den Tag mieteten wir uns einen Roller und machten die Umgebung unsicher.

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Wo der Tiger dem Jäger entkam

Nachdem wir in unserem WG-Hostel überraschend gut geschlafen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Da wir die Unterkunft nahe am Bahnhof gewählt hatten, war dies nur ein kurzer Fussmarsch. Mit dem Zug fuhren wir dann sieben Stunden nach Lijiang wo wir etwa um 17 Uhr ankamen. Überraschend trafen wir im Zug auf Ela. Die Engländerin hatten wir in Chengdu im Hostel kennengelernt. Zusammen teilten wir uns das Taxi. Leider war die Adresse unseres Hotels auf Hotels.com wieder einmal kreuzverkehrt und wir landeten am falschen Ort. Ein Chinese war so nett und half uns das Hotel anzurufen und die richtige Adresse herauszufinden. Mit einem zweiten Taxi nahmen wir dann die letzten Kilometer zur richtigen Adresse in Angriff. Nach noch einem weiteren Anruf und Abholung durch die Rezeptionistin, einem nochmaligen Zügeln ins korrekte Hotel, kamen wir dann 3 Stunden nach unserer Ankunft endlich im Hotelzimmer an. Es blieb gerade noch etwas Zeit die Altstadt von Liliang zu erkunden und etwas zu essen. Den ganzen nächsten Tag erkundeten wir dann weiter die Altstadt, kauften das eine oder andere Souvenir und eine Ukulele. 🙂 Den Abend verbrachte ich dann damit meine Ukulele zu erlernen und zusammen planten wir unsere Reise zur Tigersprung-Schlucht, wo wir eine zweitägige Wanderung mit zwei Übernachtungen andachten.

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Unverhofft schöner Zwischenstopp in Kunming

Cao war sehr hilfsbereit und stellte sicher, dass wir am Bahnhof auch den richtigen (einzigen) Ausgang fanden. Nach dem Ausgang trennten sich unsere Wege aber, und so machten wir uns alleine auf den Weg zu unserem Hostel. Das Gebäude wo sich das Hostel befand war schnell gefunden, jedoch lies sich aus unserer Adresse nicht ableiten in welchem der drei Eingänge zum Hochhaus das Hostel beherbergt ist, geschweige denn noch in welchem Stockwerk wir aufschlagen mussten. Nach einiger Rumfragerei fanden wir dann im 25zigsten Stock die richtige Tür und traten in ein chinesisches WG-Hostel ein. Es scheint, dass sich die drei jungen Bewohner der Wohnung mit ein paar touristischen Übernachtung ein wenig Extra-Geld verdienen. Auf jedenfall wurde kurz nach unserer Ankunft noch mal schnell das Bad, die Wohnung und unser Zimmer auf Vordermann gebracht. Da wir ohnehin nicht geplant hatten, lange im Zimmer zu sein, war uns die Situation egal.

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Meister Shifu und seine Schüler

Nachdem wir nicht wie geplant nach Chongqing weiterreisen konnten, beschlossen wir die Stadt auszulassen und gleich nach Chengdu weiterzureisen. Jedoch stellte sich heraus, dass dies komplexer war als gedacht.

Unser neuer Plan war es, mit dem Bus ins nahegelegene Tongren zu fahren (1.5 Stunden Busfahrt) und dort um 12 Uhr in den Zug nach Chongqing zu steigen. In Chongqing wären wir abends in den Zug gestiegen und wären noch vor Mitternacht in Chengdu angekommen. Dumm nur, wenn der Bus nur stündlich fährt und dann noch 2 Stunden braucht, anstatt der angegebenen 1.5 Stunden. So verpassten wir in Tongren unseren ersten Zug um etwa 20 Minuten, was die ganze Reise zum scheitern brachte. Noch dümmer wird es wenn in Tongren für die nächsten 12 Stunden kein einziger weiterer Zug nach Chongqing fährt. Die nächste Option die wir hatten war ein Nachtzug um 23:30 Uhr direkt nach Chengdu. Leider waren dort aber nur noch Sitzplätze verfügbar. Also verbrachten wir 12 Stunden in Tongren (wo es wirklich nichts zu sehen gibt ausser das wir die Attraktion für die Einheimischen waren) und stiegen kurz vor Mitternacht in den Zug, setzen uns auf unseren Sitzplatz und versuchten die Nacht irgendwie zu überstehen.

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Party-Meile trifft auf Altstadt-Charme

Adam und Ines, welche wir nach Datong in Xi’an wieder getroffen hatten, schrieben uns auf Facebook, dass wir nach Zhangjiajie unbedingt noch nach Fenghuang sollen. Diese kleine Stadt, rund 4 Busstunden entfernt, ist bekannt für seine schöne Altstadt am Fluss. Nach einem kurzen googleup beschlossen wir dieser Empfehlung nachzukommen und fuhren mit dem Bus nach Fenghuang.

Die Busfahrt war ein ausserordentliches Erlebnis. Nach zirka einer Stunde Fahrzeit begann eine Art Verkaufsshow. In einem unglaublichen Tempo und ohrenbetäubender Lautstärke wurden uns in Chinesisch geschätzte 10’000 Wörter pro Minute um die Ohren geworfen. Selbst mit Kopfhörern und Musik war diese Reizüberflutung eine echte Probe für meine Nerven. Gottseidank wars dann nach rund 90 Minuten ausgestanden und für die restlichte Fahrzeit kehrte wieder Ruhe ein.

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In ruhigeren Gewässern unterwegs

Unsere Busfahrt von Shanghai nach Nanxun war sehr gemütlich. Bei den Langdistanz-Bussen in China ist es wie an einem Bahnhof. Man sitzt in einer Wartehalle und die Busse fahren von einem Gate. Da sich die Gate-Nummer auf dem Ticket befindet und jeweils vor dem Einstieg die Anzeige-Tafel an diesem Gate die Abfahrtszeit anzeigt, kann eigentlich fast nichts schief laufen. Auch wenn man keines der anderen Zeichen auf der Anzeige-Tafel verstehen kann. 😉

Nanxun ist ein kleines Städtchen in der Nähe von Shanghai und bekannt für seine Altstadt, die von einem Wasserkanal durchzogen ist. Es gibt rund um Shanghai einiger dieser Städtchen und Nanxun soll das Schönste und gleichzeitig am wenigsten touristisch sein.

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Skyline und kulinarische Höhenflüge

Auch mit einer Geschwindigkeit von über 300km/h dauerte die Stecke Xi’an nach Shanghai 6 Stunden. Dort angekommen ging es mit der Metro ins Stadtzentrum. Unser Hotel war ziemlich zentral gelegen, so dass wir am Abend noch gemütlich zum „Bund“ , die Fluss-Promenade, laufen konnten. Von dort hat man einen tollen Ausblick auf die Skyline von Shanghai. Die ebenfalls bekannte Einkaufsstrasse „Nanjing Road“  liegt zwischen Bund und Volksplatz, welcher auch sehr nah bei unserem Hotel lag, so konnten wir gemütlich dieser Strasse entlang schlendern und in einem kleinen Restaurant etwas zu Abend essen. Die Reisetage sind immer etwas anstrengender und so beschlossen wir schon früh wieder zurück ins Hotel zu gehen und uns Schlaf zu gönnen.

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