Schienen durch Hanoi – Schiffe in der Halong Bucht

Der Flug von Hong Kong nach Vietnam war wie angedacht problemlos, ausser die Beinfreiheit bei Jet Star lässt etwas zu wünschen übrig. In Hanoi angekommen mussten wir uns zuerst einmal um das „Visa on Arrival“ kümmern, was problemlos war, jedoch zeitaufreibend. Schön war, dass man sogar mit Foto auf einem Bildschirm erschien, wenn man an der Reihe ist. Unser Gepäck war also schon lange alleine auf dem Förderband, als wir es endlich abholen konnten. Cornel hatte in Absprache mit unserem Hotel einen Abhol-Service engagiert, der uns auch tatsächlich mit Namensschild am Flughafen abholte. Das ich John Anh war, spielte ja nicht wirklich eine Rolle. 🙂

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Beide Welten vereint in Hongkong

Die Einreise nach Hongkong war komplizierter als gedacht, die vielen unterschiedlichen Bahnhöfe sorgten bei uns für Verwirrung. Wir hatten das Zugticket nach Shenzhen direkt bei Ankunft in Guangzhou gekauft und ab diesem Bahnhof fährt der Zug zum nördlichsten Bahnhof von Shenzhen, dies hiess folgendes: Wir mussten nach Ankunft in Shenzhen zuerst noch eine Stunde die Metro zum richtigen Bahnhof nehmen, dann aus China offiziell ausreisen (was leider lange nicht so gut beschildert war, wie wir es erwartet hatten) und nach Hongkong einreisen (was dagegen wieder sehr einfach war). Nach der offiziellen Einreise nach Hongkong, was nicht visapflichtig ist und die Beamten Freude an Cornel’s Ukulele hatten :-), gings wieder in die Subway für weitere 40 Minuten bis zur Station, wo unser Hotel war. Also ihr seht, es waren viele Stunden vergangen seit wir in Guangzhou abgereist waren, obwohl die eigentliche Zugfahrt nur ca. 30 Minuten war.

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Durchfahrt bis Shenzhen mit Stopp in Guilin

Nach einem letzten Tag in der wirklich schönen Altstadt von Lijiang ging es abends in den Nachtzug nach Kunming. Dieses Mal hatten wir „Hard Sleeper“ gebucht, was bedeutete, dass wir total 6 Betten in einem Abteil hatten. Und Abteil ist übertrieben, der ganze Wagon ist nur durch die Wände der Betten aufgeteilt. Wir hatten aber einmal mehr Glück, die Leute im Zug waren nett und, wenn ich das sagen darf, sauber. 🙂

Leider hatten wir in Kunming keine Zeit Cao zu treffen, als wir um ca. 5 Uhr morgens ankamen, suchten wir einen öffentlichen Bus, der uns zum Schnellzug-Bahnhof brachte. Diese Fahrt dauerte noch ca. eine Stunde und wir kamen nur wenige Minuten vor dem Boarding des Zuges an. Hinzu kam, das wir gefühlte 20 Minuten um den Bahnhof herumlaufen mussten um von der Busstation zum Eingang der Bahnhofshalle zu gelangen. So abartig gross war dieser Bahnhof!

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Wo der Tiger dem Jäger entkam

Nachdem wir in unserem WG-Hostel überraschend gut geschlafen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Da wir die Unterkunft nahe am Bahnhof gewählt hatten, war dies nur ein kurzer Fussmarsch. Mit dem Zug fuhren wir dann sieben Stunden nach Lijiang wo wir etwa um 17 Uhr ankamen. Überraschend trafen wir im Zug auf Ela. Die Engländerin hatten wir in Chengdu im Hostel kennengelernt. Zusammen teilten wir uns das Taxi. Leider war die Adresse unseres Hotels auf Hotels.com wieder einmal kreuzverkehrt und wir landeten am falschen Ort. Ein Chinese war so nett und half uns das Hotel anzurufen und die richtige Adresse herauszufinden. Mit einem zweiten Taxi nahmen wir dann die letzten Kilometer zur richtigen Adresse in Angriff. Nach noch einem weiteren Anruf und Abholung durch die Rezeptionistin, einem nochmaligen Zügeln ins korrekte Hotel, kamen wir dann 3 Stunden nach unserer Ankunft endlich im Hotelzimmer an. Es blieb gerade noch etwas Zeit die Altstadt von Liliang zu erkunden und etwas zu essen. Den ganzen nächsten Tag erkundeten wir dann weiter die Altstadt, kauften das eine oder andere Souvenir und eine Ukulele. 🙂 Den Abend verbrachte ich dann damit meine Ukulele zu erlernen und zusammen planten wir unsere Reise zur Tigersprung-Schlucht, wo wir eine zweitägige Wanderung mit zwei Übernachtungen andachten.

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Unverhofft schöner Zwischenstopp in Kunming

Cao war sehr hilfsbereit und stellte sicher, dass wir am Bahnhof auch den richtigen (einzigen) Ausgang fanden. Nach dem Ausgang trennten sich unsere Wege aber, und so machten wir uns alleine auf den Weg zu unserem Hostel. Das Gebäude wo sich das Hostel befand war schnell gefunden, jedoch lies sich aus unserer Adresse nicht ableiten in welchem der drei Eingänge zum Hochhaus das Hostel beherbergt ist, geschweige denn noch in welchem Stockwerk wir aufschlagen mussten. Nach einiger Rumfragerei fanden wir dann im 25zigsten Stock die richtige Tür und traten in ein chinesisches WG-Hostel ein. Es scheint, dass sich die drei jungen Bewohner der Wohnung mit ein paar touristischen Übernachtung ein wenig Extra-Geld verdienen. Auf jedenfall wurde kurz nach unserer Ankunft noch mal schnell das Bad, die Wohnung und unser Zimmer auf Vordermann gebracht. Da wir ohnehin nicht geplant hatten, lange im Zimmer zu sein, war uns die Situation egal.

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Meister Shifu und seine Schüler

Nachdem wir nicht wie geplant nach Chongqing weiterreisen konnten, beschlossen wir die Stadt auszulassen und gleich nach Chengdu weiterzureisen. Jedoch stellte sich heraus, dass dies komplexer war als gedacht.

Unser neuer Plan war es, mit dem Bus ins nahegelegene Tongren zu fahren (1.5 Stunden Busfahrt) und dort um 12 Uhr in den Zug nach Chongqing zu steigen. In Chongqing wären wir abends in den Zug gestiegen und wären noch vor Mitternacht in Chengdu angekommen. Dumm nur, wenn der Bus nur stündlich fährt und dann noch 2 Stunden braucht, anstatt der angegebenen 1.5 Stunden. So verpassten wir in Tongren unseren ersten Zug um etwa 20 Minuten, was die ganze Reise zum scheitern brachte. Noch dümmer wird es wenn in Tongren für die nächsten 12 Stunden kein einziger weiterer Zug nach Chongqing fährt. Die nächste Option die wir hatten war ein Nachtzug um 23:30 Uhr direkt nach Chengdu. Leider waren dort aber nur noch Sitzplätze verfügbar. Also verbrachten wir 12 Stunden in Tongren (wo es wirklich nichts zu sehen gibt ausser das wir die Attraktion für die Einheimischen waren) und stiegen kurz vor Mitternacht in den Zug, setzen uns auf unseren Sitzplatz und versuchten die Nacht irgendwie zu überstehen.

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