Zurück in die Kolonialzeit

Gut durchgefroren kamen wir zwei Stunden nach unserer Abfahrt auf der nächsten Insel Penang an. Die Klimaanlage im Schiff war auf gefühlte -5°C eingestellt und weil unsere Sitzplätze direkt unter der Anlage waren, kamen wir die volle Packung kalte Luft ab. Ausgestiegen aus dem Schiff schlug uns auch gleich mit 34°C das pure Gegenteil entgegen. Aber da wollen wir jetzt mal nicht jammern. 😉

Mit dem Taxi ging es erstmal in unser Hotel. Für die Weihnachtstage haben wir uns in einem schönen 4-Sterne Hotel mit Pool-Anlage und direktem Strandzugang einquartiert. Man darf sich ja auch mal etwas gönnen.

Die ersten Tage auf Penang standen daher ganz im Zeichen der Erholung. Mit viel Hunger im Bauch schafften wir es abends ein paar hundert Meter aus dem Hotel heraus, um was zu essen. Die restliche Zeit schlugen wir uns die Bäuche am Frühstücks-Buffet voll, faulenzten auf den Liegestühlen oder kühlten uns im Wasser ab. Weihnachten am Strand ist dann doch etwas anderes als zu Hause in der Schweiz und weil hier auch fast nirgends ein Weihnachtsbaum zu sehen ist, kommt so gar keine Stimmung für dieses Fest auf.

Bevor wir dann nach zwei Nächten wieder ins städtische Zentrum der Insel umzogen, besuchten wir noch den nahegelegenen Nationalpark. Wir wanderten durch den Regenwald zu einer Schildkröten-Aufzuchtstation, von dort gings mit dem Boot zum Monkey Beach, wo wir den Wanderweg zum Leuchtturm in Angriff nahmen und eine wunderbare Aussicht auf die Insel geniessen konnten. Zurück am Monkey Beach gönnten wir uns ein paar Minuten im Liegestuhl und genossen die Idylle an diesem abgelegenen Ort. Zurzeit kommt man dort nur mit dem Boot hin, da ein Tropensturm die Brücken auf dem Wanderweg weggespült hat. Wer will kann sich beim Strand in einem Zelt einmieten … definitiv eine Option falls wir wieder einmal nach Penang reisen sollten.

Nach dem Besuch im Nationalpark machten wir uns mit unseren Rucksäcken mit dem öffentlichen Bus auf den Weg in die Stadt. Die Verkehrssituation auf Penang ist ziemlich prekär und wir verbrachten daher mehr Zeit als geplant im Bus und kamen spät in unserem Hotel in der Stadt an.

Georgetown hat seinen ganz eigenen Charme. Die zahlreichen alten Kolonial-Häuser versprühen eine wunderbare Atmosphäre und man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt. An sehr vielen Gebäuden haben sich Street-Art-Künstler verewigt und diese Wandmalereien laden förmlich dazu ein, die Quartiere zu erkunden und sich ganz auf die Stadt einzulassen.
Leider ist dies aber auch so ziemlich das einzige Highlight in Georgetown geblieben. Es gäbe noch den Botanischen oder Geheimen Garten und den Hausberg zu besichtigen. Dieser war aber geschlossen, weil ein paar Wochen vor unserer Ankunft der bereits oben erwähnte Tropensturm den Wanderweg verwüstet hat. Zudem ist Georgetown auch für sein köstliches malaysisches Essen bekannt, was wir aber irgendwie nicht hingekriegt haben. Unsere Erfahrungen waren eher Durchschnitt, den absolut köstlichen Bagel vom Mugshot Café lass ich jetzt mal weg.

Nach nur zwei Nächten in der Stadt machten wir uns dann am Morgen früh mit dem Bus auf nach Ipoh.

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