Beide Welten vereint in Hongkong

Die Einreise nach Hongkong war komplizierter als gedacht, die vielen unterschiedlichen Bahnhöfe sorgten bei uns für Verwirrung. Wir hatten das Zugticket nach Shenzhen direkt bei Ankunft in Guangzhou gekauft und ab diesem Bahnhof fährt der Zug zum nördlichsten Bahnhof von Shenzhen, dies hiess folgendes: Wir mussten nach Ankunft in Shenzhen zuerst noch eine Stunde die Metro zum richtigen Bahnhof nehmen, dann aus China offiziell ausreisen (was leider lange nicht so gut beschildert war, wie wir es erwartet hatten) und nach Hongkong einreisen (was dagegen wieder sehr einfach war). Nach der offiziellen Einreise nach Hongkong, was nicht visapflichtig ist und die Beamten Freude an Cornel’s Ukulele hatten :-), gings wieder in die Subway für weitere 40 Minuten bis zur Station, wo unser Hotel war. Also ihr seht, es waren viele Stunden vergangen seit wir in Guangzhou abgereist waren, obwohl die eigentliche Zugfahrt nur ca. 30 Minuten war.

Spätnachmittags fanden wir unser Apple Hostel inmitten eines riesigen Hochhauskomplexes. Wir mussten ausser dem richtigen Eingang auch den richtigen Lift und Stockwerk finden. Empfangen wurden wir mit einem indischen „Markt“ im Erdgeschoss, was Cornel fast zur Verzweiflung brachte. 🙂 Uns wurde unter anderem Wasser, Stromgeräte, SIM-Karten, Uhren mit guter Qualität und auch Handtaschen angeboten. Für unseren ersten Abend suchten wir uns ein nettes Restaurant und schauten uns einmal die näheren Strassen in der Umgebung an.

Am zweiten Tag machten wir uns gemütlich auf zur Fähre und besichtigten Hongkong Island. Wir klapperten zu Fuss Sai Wan ab, die Universität und fuhren Doppeldeckertram. Uns gefiel Hongkong auf anhieb. Es vermischt auf angenehme Art das Chinesische mit dem Westlichen und hat noch eine Prise zahlreicher anderer Nationen im Angebot. Nur das mit dem Wetter hätte man noch optimieren können.

Leider war auch der dritte Tag eher bedeckt und wir entschlossen uns eine Hafenfahrt zu unternehmen, was mich als Container- bzw. Kreuzfahrtschiff Fetischistin sehr freute. Auf dem Schiff lernten wir per Zufall ein altes Ehepaar aus Zürich-Seebach kennen, die auf der Rückreise aus den Ferien in Indonesien waren, und uns über Hongkong im Jahr 1970 erzählten. Sehr angenehm nach dieser langen Zeit in China mal wieder „schwiizerdütsch“ zu reden. Für den Abend haben wir uns die Lichtershow am Hafen vorgenommen, welche am Ende aber eher enttäuschend war.

Da wir nun das Festland von Hongkong schon ziemlich erforscht hatten, und auch die Nordseite von Hongkong Island schon kannten, wagten wir die lange Fahrt mit der Metro zur Südseite der Insel an den Hafen von Aberdeen. Die von Cornel gewünschten alten Schunken sahen wir leider nicht, aber trotzdem ist dieser Fischerhafen sehr empfehlenswert. In den frühen Morgenstunden wird dort immer noch der frische Fisch gehandelt. Mit dem Bus kamen wir dann wieder auf die nördliche Seite der Insel und checkten noch den Rest der Strassen ab und fanden ein tolles chinesisches Restaurant und eine chinesische Lucy (Zürcher Bahnhofstrasse Weihnachtsbeleuchtung).

Für den letzten Tag vor unserer Abreise hat sich dann auch Petrus noch besänftigten lassen. Bei wunderbarem Sonnenschein machten wir uns auf zum Victoria Peak, dem Hausberg und Aussichtspunkt Nummer 1 in Hongkong. Wir spazierten den Panoramaweg entlang und waren beeindruckt von der Aussicht und dem schönen Wetter. Den Abend liessen wir dann im Hard Rock Cafe ausklingen. Nach dem vielen chinesischen Essen mal wieder eine willkommene Abwechslung. 🙂

Am nächsten Morgen nahmen wir definitiv Abschied von China und mit dem Flieger ging es nach Vietnam.

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