Tschüss Südinsel, Hallo Nordinsel

6. März 2018 & 7. März 2018

Früh am Morgen mussten wir aufstehen, um die Fähre nach Wellington zu erwischen. Also musste das Frühstück erstmal ausbleiben. Erst ging es die ganze Strasse zurück nach Picton, wo wir uns dann rechtzeitig in die Reihe von Autos einstellten und uns dann einen Kaffee genehmigten. Erstaunt blickten wir uns an, als wir die Bestellung in Schweizerdeutsch quittiert bekamen. „Es Kafi mit Milch und eine schwarz.“ – ein bisschen Schweiz in Neuseeland gefunden.

Wellington

Die Fahrt mit der Fähre dauerte zirka dreieinhalb Stunden. Angekommen in Wellington suchten wir uns einen Parkplatz und erkundeten die Stadt. Da wir nicht vorhatten sehr lange in Wellington zu bleiben, machten wir auch gleich noch die Wanderung auf den „Mount Victoria“ und dann weiter dem Hafen entlang zurück in die Stadt. Wellington ist zwar die Hauptstadt von Neuseeland, aber ähnlich wie in der Schweiz, nicht die grösste Stadt. Die vielen kleinen Restaurants und die nette Atmosphäre hat uns gut gefallen.
Die Nacht verbrachten wir auf dem Freedom-Campingplatz beim Hafen, der nicht gerade viele Annehmlichkeiten bereitstellte. Daher machten wir uns am nächsten Morgen auf ins örtliche Schwimmbad, wo wir uns für zwei Stunden im Whirlpool aufwärmten. Anja hatte noch etwas mehr Bewegungsdrang und schwamm noch ein paar Längen im Becken.

Bevor wir Wellington verliessen trafen wir uns noch mit Owen. Owen lernten wir in Vietnam kennen und wir ergriffen damals die Chance echte Neuseeländer über die besten Plätze in Neuseeland auszufragen. Er und Kade (der leider nicht abkömmlich war) sind also hauptsächlich für unsere Route verantwortlich.

Nach dem Kaffeeschwatz und einem Kurzbesuch im Obersten Gerichtshof ging es weiter in Richtung Norden nach Hastings.

Hastings (Cape Kidnappers)

Warum nach Hastings? Erstens war das Wetter zu schlecht für unseren ursprünglichen Plan (Tongariro Crossing) und zweitens wurde uns die „Cape Kidnappers“ von Marielle & Mark als Reiseziel auf der Nordinsel nahegelegt. Wenn das Timing mit den Gezeiten stimmt, kann man dort dem Strand entlang spazieren und eine Vogelkolonie von Tölpel besuchen. Wir waren leider nicht so gut vorbereitet und stellten bei unserer Ankunft fest, das Ebbe in der Nacht respektive am frühen Morgen ist und diese Zeit hatten wir nicht. Das Ding mit diesem Spaziergang ist, man läuft bei Ebbe los und verbringt dann die Zeit bis die Flut vorüber ist beim Kap um dann wieder bei Ebbe zurückzulaufen. Man braucht also mindesten fünf Stunden nur an Laufzeit und man muss die Flut abwarten.

Also bleibt zu Hastings eigentlich nicht viel zu sagen. Ausser das wir dort vielleicht auf dem zweitschönsten Zeltplatz direkt am Meer geparkt haben und das wir in der Nacht bei wunderbaren Meeresrauschen einschliefen. 🙂

Der Weg nach Rotorua

Wir machten uns also auf den Weg nach Rotorua, um das schlechte Wetter zu überbrücken. Diesen Umweg machten wir wirklich nur wegen dem Wetter und das Wetter war noch viel gemeiner zu uns.

Die Strecke Hastings – Rotorua wäre eigentlich nur drei Stunden Fahrzeit auf dem Highway. Da es aber in der Nacht so stark geregnet hatte, war dieser nun wegen Überflutung gesperrt. 🙁
Der vorgeschlagene Umweg führte über Gisborne nach Whakatane und dann nach Rotorua. Aus eigentlichen 240 Kilometern auf dem Highway wurden schlagartig deren 510 Kilometer auf Überlandstrassen, Fahrzeit + 8 Stunden!

Wir entschieden uns dann für unseren eigenen Weg. In Frasertown bogen wir ab ins Landesinnere. Distanz gemäss Google Maps: 350 Kilometer. Was wir jedoch nicht wussten: von diesen 350 Kilometern waren 150 Kilometer Kiesstrassen und diese führten hoch in die Berge durch den Regenwald.
Den Fakt das unsere Campervermietung die Benutzung von Kiesstrassen explizit verboten hat, blendeten wir an dieser Stelle einfach aus. So schepperten wir nun über die sieben Berge in Richtung Rotorua, genossen die wunderbare Landschaft und bemerkten auf halber Strecke, dass wir unsere Campingstühle in Hastings vergessen hatten. 🙁 🙁 🙁

Umkehren war keine Option! Wir wollten so schnell wie möglich nach Rotorua. Was wir in Rotorua erlebten, dann im nächsten Beitrag.

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