Geysire in Rotorua und auf ein Bier im Auenland

8. März 2018 – 11. März 2018

Nach der gefühlten ewigen Regenwaldstrasse fuhren wir direkt nach Rotorua und gönnten uns zur Belohnung ein Bad im Polynesian Spa. Dies wird durch die warmen Quellen gespeist und wir konnten in verschieden warme Pools springen, gerade wie man es aushält. 🙂

Rotorua

Am Abend machten wir es uns in der Stadt auf einem Parkplatz gleich neben einem Freedom-Camping-Spot gemütlich, jedoch konnten wir nicht lange dort bleiben. Von einem Security wurden wir freundlich darauf hingewiesen, dass wir uns ausserhalb der erlaubten Freedom-Camping-Zone befinden. Aber statt uns einfach fortzuschicken, erklärte er uns wo wir unseren Camper parken und übernachten dürfen und so machten wir das dann auch. Nach dem Frühstück fuhren wir zum Kuirau Park, welcher uns von zwei Neuseeländern im Polynesian Spa empfohlen wurde. Dieser lohnt sich echt. Es ist ein öffentlicher Park in Rotorua selbst und es gibt verschiedene natürliche heisse Pools zu bestaunen. Am Coolsten ist der Grösste, wo man über einer Brücke laufen kann und kaum seine Hand vor Augen sieht wegen des Dampfes. Auch die Farbenpracht ist wunderschön… all diese farbigen Mineralien gefallen mir sehr. 🙂

Nach dem Bestaunen fuhren wir nach Wai-o-Tapu, wo wir den Schlammpool anschauten. Im Schlamm blubberte es wacker und es machte viel Spass ihn zu beobachten. Danach fuhren wir nur ein kurzes Stück weiter zu einem Bach. Genauer gesagt zu zwei Bächen. Einer mit heissem Wasser und einer mit kaltem Wasser. In der Mitte hat es einen natürlichen Pool wo man sich nach Lust und Laune die Wassertemperatur aussuchen kann. Hat man warm, kühlt man sich in der einen Hälfte ab, hat man kalt, wärmt man sich in der anderen Hälfte wieder auf. Dies war echt auch ein tolles Erlebnis. Wer hat schon einmal einen Heisswasser Bach gesehen? 🙂

An diesem Tag legten wir eine ziemliches Tempo vor, denn nach dem Baden gings weiter nach Taupo, wo wir den Lake Taupo, ein Kratersee eines vor rund 26’500 Jahren kollabierten Vulkans anschauten. Zusätzlich ist er der grösste See Neuseelands. Kurz vor Taupo und dem See liessen wir uns jedoch die Sicht auf die Huka Falls nicht nehmen. Die Wassermassen sind immens und das strahlende hellblau des Wassers sehr eindrücklich.

Tongariro

Nach Taupo fuhren wir direkt nach Tongariro. Der Campingplatz wird als Basecamp zur berühmten Wanderung „Tongariro Alpine Crossing“ bezeichnet. Wir genossen wieder den Komfort des Campingplatzes und gingen früh schlafen, da wir die Wanderung bereits am nächsten Tag geplant hatten. Um 7.40 Uhr brachte uns ein Shuttle zum Startpunkt der Wanderung, wo wir dann mit ganz vielen Touristen und Einheimischen (es war Samstag) starteten. Nach einigen Kilometern verteilten sich die Leute zum Glück. Nach ca. 870 m Höhenanstieg wanderten wir im Krater des Vulkans. Die Aussicht war wunderschön. Am Schluss jedoch zog sich die Wanderung ziemlich lange hin und nach etlichen Zick-Zacks am Berg führte der Weg zum Schluss noch einige Kilometer durch einen schöne Waldlandschaft. Total waren es ca. 21 km bei strahlend schönem Wetter – entsprechend erschöpft kamen wir am Endpunkt an. Das Shuttle brachte uns gleich zurück auf den Campingplatz und nach einer erfrischenden Dusche gönnten wir uns einen Apéro mit Cider, Bier und Snacks.

Nach zwei Nächten in Tongariro fuhren wir erstmals nach Putaruru für Kaffee und Kuchen. Nicht das dieser Ort für Kaffee und Kuchen bekannt wäre, aber es war ein guter Stopp für unser nächstes Ziel. Eher per Zufall fanden wir auf Google-Maps einen Aussichtpunkt für die „Blue Springs“, welche wir dann auch noch gleich anschauen wollten und sehr positiv überrascht wurden. Eine solche Idylle hatten wir noch selten gesehen. Unser eigentliches Tagesziel war aber „Hobbiton“, die Filmkulisse aus der Herr der Ringe Trilogie. Um 15.30 Uhr startete unsere Tour durchs bekannte Auenland. 🙂 Wir fühlten uns wie Frodo und Sam. Die Tour kann nur geführt gemacht werden, also erfuhren wir auch gleich noch ein paar spannende Facts zu den Dreharbeiten und welche Tricks die Filmcrew anwenden musste um die Grössenunterschiede zwischen Menschen und Hobbits darzustellen. Am Ende der Tour wartet das „Green Dragon Inn“ – mittlerweile ein voll funktionales Pub. Jeder Tourgast erhält dort ein Gratisgetränk und so tranken auch wir noch unser Bier respektive Cider. Am späten Nachmittag nahmen wir noch die letzten Kilometer nach Raglan in Angriff. Wir hatten wieder einmal einen Campingplatz in der Nähe des Meeres und liessen uns daher die Chance nicht nehmen, den Abend beim Sonnenuntergang am Meer ausklingen zu lassen.

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