Erste Tage in der Mongolei

Nach unserem kurzen Flug in die Mongolei und der spätnächtlichen Ankunft in unserem Hotel hatten wir einen ersten Tag den wir in der Hauptstadt Ulan-Bator verbringen konnten. Dieser war auch nötig, denn wir waren noch nicht komplett ausgerüstet für die bevorstehende Wander- & Reittour.
In Ulan-Bator gibt es aber glücklicherweise einige Geschäfte in denen man sein Geld ausgeben darf. Und so konnte ich mich noch mit langer Unterwäsche für die kalten Nächte eindecken. Auch Anja wollte auf Nummer sicher gehen und kaufte sich noch eine warme Daunenjacke. Das Preisniveau ist überraschend tief – auch für westliche Marken bezahlt man hier fast nur die Hälfte. Sofern man die Ware auch im Department Store einkauft, kann man sich der Originalität auch sicher sein.
Was für uns erschwinglich ist, ist für einen durchschnittlichen Verdienst in der Mongolei jedoch eine Ausnahme-Investition (Zirka 600 CHF/Monat).

Ausgerüstet mit unserer High-Tech Kleidung startete am nächsten Tag unsere Tour. Obwohl, dafür hätten wir sie noch nicht gebraucht, denn am ersten Tag durften wir noch im Hotel übernachten und ohnehin scheinte die Sonne vom Himmel und es war herrliche 20°C warm. Wir blieben in der Stadt und wurden von Khanda, unserem Guide, geführt. Nach dem Besuch des Gandan-Klosters und dem Dschingis Khan Platz wollten wir eigentlich ins Nationalmuseum, jedoch war dieses geschlossen und so endete unser Tag früher als geplant.

Am zweiten Tag ging die Tour richtig los. Wir wurden von Tsaya, unserem Fahrer, und Khanda abgeholt. Unser Gepäck wurde in bester Tetris-Manier in den Van verstaut und los ging die Fahrt aus der Stadt hinaus. Weit waren wir jedoch nicht gekommen, denn wir mussten erst noch ein paar Einkäufe für die Tour machen. Die Touris (also wir) hatten die Zeit für uns und konnten etwas im Laden herumschlendern und einkaufen auf was wir gerade Lust hatten. Da wir uns vorsorglich schon am ersten Tag mit massenweise Essen eingedeckt hatten, blieben unsere Einkaufskörbe aber leer.

Für heute war ein Besuch eines kleinen Klosters und der Besuch der „Mini“-Gobi angesagt. Der Stopp bei der Wüste war sogleich unser Nachtlager für die erste Zeltübernachtung. Nach dem Aufstellen des Küchenzelts und dem Aufrichten unseres Zelts konnten wir einen kleinen Rundgang in die Wüste machen, während Tsaya das erste Nachtessen zubereitete. Völlig überrascht vom köstlichen Essen, genossen wir den ersten Sonnenuntergang und bekamen bald auch die Kälte der Nacht zu spüren. Glücklicherweise hatten unsere Guides noch weitere Schlafsäcke für uns eingepackt und die Thermo-Unterwäsche funktionierte wie gewünscht, so dass ich die Nacht doch gut überlebte. Anja hatte ja ihren ultra-kuschligen Superschlafsack und hatte nicht ganz die gleiche Erfahrung gemacht wie ich. 😉

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Auto weiter Richtung Westen wo wir den Abend in einem Jurten-Camp verbrachten. Dieses Jurten-Camp ist in der Nähe einer heissen Quelle errichtet worden, so konnten wir sogar unsere Badehosen noch aus dem Rucksack kramen und gemütlich im Hot-Pot baden.
Jurten-Camps sind quasi Jurten-Hotels, anstatt einzelnen Zimmer stehen auf dem Gelände je nach Grösse 10 bis 20 Jurten mit Betten und Öfen. Am Abend und während der Nacht (am Morgen)  wird die Jurte von den Betreibern beheizt und so kann man auch bei kalten Nächten gemütlich schlafen. Den Schlaf benötigten wir auch, denn am nächsten Tag startete unsere Wanderung.

Für die nächsten fünf Tage standen jeweils etwa 20 Kilometer Wanderung zu Fuss auf dem Programm. Quer durch die Zentralmongolei bis wir dann im Olkhon-Tal auf die Pferde umsattelten. Doch es kam alles etwas anders…

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