Berühmte Gletscherroute auf der Südinsel

1. März 2018 – 3. März 2018

Wie bereits von Cornel erwähnt fuhren wir direkt nach dem Canyoning los. Am Wanaka-See entlang gings an die Westküste, wo wir in Ship Creek anhielten. Ship Creek wurde uns in Wanaka von einer Kellnerin empfohlen und ich war hell begeistert. Leider war das Wetter nicht ganz so toll, aber die Aussicht mit Meer, Strand, Gebüschen und anschliessend bemoostem Wald gefiel mir sehr. Danach hielten wir nur noch für kurze Fotostopps bis wir dann im dunkeln die Fox Gletscher Lodge erreichten.

Fox- & Franz Josef Gletscher

Leider war die Rezeption nicht mehr besetzt und wir campten einfach irgendwo, bezahlt hatten wir ja schon mit Kreditkarte beim reservieren.

Nach der warmen Dusche am nächsten Morgen waren wir wieder fit und fuhren zum Fox-Gletscher Aussichtspunkt. Die Wanderung dorthin war nur 10 Minuten, also fuhren wir anschliessend gleich zum Franz Josef Gletscher, wo wir uns eine längere Wanderung herausgesucht hatten.

Beim Startpunkt der Wanderung „Roberts Point“ war das Wetter noch okey. Wir entschieden die Wanderung zu wagen, obwohl viele Vorsichts-Schilder auf dem ersten Stück angebracht waren. Da auf dieser Wanderung viele kleine Flüsse überquert werden müssen, ist es insbesondere bei Regen gefährlich zu wandern. Es sind leider auch schon Menschen von den Fluten mitgerissen worden und konnten nur noch tot geborgen werden. Wir ermunterten uns jedoch, da wir uns nun endlich einmal wieder bewegen wollten und nur positives von dieser Wanderung gehört hatten.

Natürlich startete der Regen nur kurz nach unserem Start, wir behielten die Flüsse im Auge und wanderten weiter. Der Weg führte uns durch dichten Wald, über mehrere Hängebrücken und eben durch kleine Flüsse. Selbst bei Regen eine wunderschöner Wanderweg. Der Endpunkt der Wanderung ist dann der „Roberts Point“. Eine kleine Plattform mit einer grandiosen Aussicht auf den Franz Josef Gletscher und hinunter ins Tal. Trotz zahlreichen Warntafeln vor den wilden Vögeln blieb uns jedoch eine Begegnung mit wilden Keas verwehrt, dass wäre vermutlich noch der Höhepunkt gewesen.

Pflotschnass kamen wir nach paar Stunden wieder beim Camper an und waren froh, dass wir uns trocken umziehen konnten. Uns standen noch fast 200 Kilometer Fahrtweg bis Greymouth bevor.

Greymouth

Der Freedom Campingplatz in Greymouth war echt toll, wir konnten direkt am Meer übernachten und Toilette und kalte Duschen gab es auch gratis. Nach dem Frühstück machten wir Greymouth unsicher. Cornel fand einen Dampferladen. 🙂
Sein Dampfer von Indonesien war kaputt gegangen und nun konnte er sich endlich einen Neuen kaufen. Weiter sahen wir noch tolle Strassenkunst.

Nelson

Gegen den Nachmittag machten wir uns auf nach Nelson. Auf dem Weg dorthin gab es aber noch ein paar Zwischenstopps zu machen. Einerseits war die Strasse entlang der Westküste einfach atemberaubend schön und andererseits waren da noch die Pancake Rocks. Die von Wind und Wasser geschliffenen Steine die aussehen wie aufeinander gestapelte Pancakes. Wir konnten sogar noch Delfine im Wasser erspähen.

Die Strasse nach Nelson führte uns dann wieder ins Landesinnere über kurvige Bergstrassen. Wieder an der Küste angekommen waren wir auch schon in Nelson angelangt. Der Freedom-Campingplatz ist mitten im Zentrum auf einem Parkplatz. Hört sich jetzt nicht speziell an, ist aber sehr praktisch. Die Feedbacks gemäss App waren nicht ganz so toll, aber die Lage war genial. Die Holländer Marielle und Mark hatten gesehen, dass wir auch in Nelson waren und wir trafen uns am Abend in einer Bar. Mit zwei Flaschen Rotwein plapperten wir fröhlich und genossen den Ausgang bis wir zur Sperrstunde nach Hause geschickt wurden. Ist ja nicht weit weg, wenn man mitten im Zentrum geparkt hat. 🙂
Zudem war die Nacht mit den flirtenden Teenagern rund um uns gar nicht mehr schlimm. Dank der Betäubungsdosis schliefen wir wunderbar. Am nächsten Tag machten wir uns ein Katerfrühstück 🙂 und besichtigen anschliessend noch Nelson. Am Abend zuvor hatten wir ja nur die Ausgangsmeile kennengelernt.

Bevor wir uns zur nächsten Station aufmachen konnten mussten wir erst den Strassenzustand checken. Die Strecke von Nelson nach Christchurch ist immer wieder Opfer von Erdrutschen und Überschwemmungen. Sturm Gita vor zwei Wochen hatte auch wieder zur Komplettsperrung geführt. Glücklicherweise aber war sie nun tagsüber für den Verkehr freigegeben und wir machten uns auf den Weg nach Kaikoura um die Pottwale und Delphine zu sehen. Dies jedoch im nächsten Beitrag. 😀

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