Wind, Regen, Sonne, Gletscherwasser & viel Adrenalin

25. Februar 2018 – 29. Februar 2018

Nachdem wir es uns in Te Anau richtig gut gehen liessen, machten wir uns am Morgen auf die Weiterreise nach Queenstown. Erstmal mussten aber unsere Essensvorräte aufgefüllt werden und deshalb machten wir noch einen Abstecher in den Supermarkt.

Queenstown

Die Strasse nach Queenstown war ein richtiges Abenteuer. Nachdem wir die saftig grünen Wiesen rund um Te Anau hinter uns gelassen hatten folgte eine kurvige Bergstrecke entlang des Sees. Aufgrund von sehr starken Winden (es gab sogar eine explizite Unwetter-Warnung) mussten wir mit unserem fahrenden Hochhaus die Geschwindigkeit etwas drosseln. Wir waren froh und ermüdet als wir dann Queenstown endlich erreicht hatten.

Wir parkierten unseren Campervan und erkundeten die Stadt, machten halt bei der Agentur wo wir das Riverrafting gebucht hatten, und mussten spontan noch ein Nacht auf dem Campingplatz dazu buchen, weil der Freedom-Camping Zeltplatz vor ein paar Wochen geschlossen wurde. Leider begann es gegen den Abend zu regnen und wir verkrochen uns in unseren Campervan. Am Tag danach strahlte wieder die Sonne und wir flanierten am Seeufer entlang bevor es dann zum actionreichen Teil des Tages überging – Riverrafting!

Mit dem Bus wurden wir über eine abenteuerliche Strasse flussaufwärts gebracht, wo wir per Zufallsprinzip in 6er Gruppen aufgeteilt wurden. Bevor wir jedoch die Boote besteigen konnten, mussten wir noch einem Security-Briefing lauschen. Das wahr wohl das erste Mal in meinem Leben, dass ich bei einem Security-Briefing laut gelacht habe und am Ende trotzdem eingeschüchtert war. Wir wurden mit zwei Australiern, einer Engländerin und einer Italienerin in das erste Boot gehockt. Also gleich auch noch Versuchskaninchen für die Stromschnellen. Nach und nach lernten wir flussabwärts die Kommandos und die Manöver dazu und bald folgten auch die ersten Stromschnellen. Alles lief wie am Schnürchen, also mussten wir wohl oder übel aus eigenem Antrieb ins kalte Nass springen. Die Neopren-Anzüge schirmten die Kälte des Gletscherwassers aber hervorragend ab, so dass es bei diesem warmen Wetter gar nicht die erwartete Abkühlung war. Etwas Spannung kam dann doch noch auf: eines der Boote hatte sich in einer Stromschnelle seiner Insassen entledigt und so mussten die Guides noch ein paar Engländer aus dem Wasser fischen. Ermüdet aber glücklich zurück in der Stadt, genossen wir die letzten Sonnenstrahlen und gönnten uns nach diesem actionreichen Tag einen leckeren Hamburger mit Pommes und ein feines Glace zum Abschluss.

Bevor wir Queenstown wieder verliessen, wanderten wir den Hausberg hoch um noch ein bisschen über die Stadt zu sehen. Nach weniger als einer Stunde erreichten wir die Bergstation der Bahn und konnten den Weitblick über das Städtchen geniessen. Vom Hausberg aus sieht man eigentlich alles was Queenstown ausmacht und warum die Stadt auch als Adrenalin-Hauptstadt gilt. Zahlreiche Downhill-Biker starten ihre Abfahrt von hier oben, Gleitschirm-Piloten erheben sich in die Lüfte, von der Plattform stürzen sich Menschen an Bungie-Seilen in den Abgrund, auf dem See sieht man die Jet-Boote 360° Drehungen ausführen und unter der Plattform rattern die Gokart-mässigen Schlitten über die Strasse. Es gibt so viele Möglichkeiten in Queenstown, man könnte wohl eine ganze Woche hier verbringen und jeden Tag was anderes machen.

Für uns hiess es aber nach der Wanderung nach unten Aufbruch nach Wanaka!

Wanaka

Nach der Fahrt durch Weingebiete und über einen Bergpass erreichten wir am Abend Wanaka. Der Zeltplatz den wir anzielten war aber im nahegelegenen Albert Town. Also stoppten wir und erkundeten das kleine Städtchen Wanaka und gönnten uns einen Kaffee. Direkt am See gelegen hat uns Wanaka gleich von Anfang an gefallen.

Auch unser Zeltplatz in Albert Town konnte überzeugen. Wir platzierten unseren Campervan direkt auf einer Anhöhe am Flussufer mit Sicht auf die Berge. 🙂
Nach der ersten Nacht (an Anjas Geburtstag) packten wir unsere Sachen wieder in den Camper und fuhren zurück nach Wanaka wo wir dem „Wanaka Tree“ (#thatwanakatree) einen Kurzbesuch abstatten bevor wir die Wanderung auf den „Royce Peak“ in Angriff nahmen. 1200 Höhenmeter standen vor uns, strahlend blauer Himmel und die Bergspitze war stets in unserem Sichtfeld – diese Wanderung war vor allem Mental eine Herausforderung. Anja berichtet euch sicher gerne darüber. 😉
Dafür wurden wir auf dem Gipfel mit einer atemberaubenden Rundumsicht belohnt.

Vollgeschwitzt und hundemüde gönnten wir uns nach der Wanderung erstmal ein Bad im „Lake Wanaka“. Welcher überraschenderweise gar nicht so kalt war, wie erwartet. Die Nacht verbrachten wir wieder in Albert Town und Anja freundete sich dort mit den Enten an. Was so ein altes Stück Brot nur bewirken kann…

Für den Tag danach hatten wir einen Canyoning-Trip gebucht und am frühen Morgen ging es los. Nach einer stündigen Autofahrt wurden wir wieder mit Neopren-Anzug, Schuhen und Kletterausrüstung ausgestattet. Bevor wir aber den Fluss runter rutschen, springen oder abseilen konnten, mussten wir ein Stück den Berg hoch gehen. Warum braucht es immer Arbeit fürs Vergnügen? 😉

Vier Stunden, zahlreiche Abseil-, Spring- & Rutsch-Aktionen und viele Adrenalin-Momente später erreichten wir wieder den Ausgangspunkt. Für uns hiess das aber auch, dass noch eine lange Autofahrt zum Fox Glacier auf dem Programm stand.

PS: Sorry für den langen Text, aber es ist halt viel passiert.

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