Im Süden von Vietnam angelangt

15. Dezember 2017 – 19. Dezember 2017

Nach Mui Ne gings auch schon zum letzten Stopp unserer Reise in Vietnam, nämlich Saigon, oder wie die Stadt offiziell heisst: Ho-Chi-Minh-City. Nachdem wir von einer eher ländlichen Gegend wieder in der Stadt ankamen wurden wir wieder einmal vom gewaltigen Rollerverkehr in Vietnam überwältigt.

Eines der bekanntesten Sightseeings in Saigon sind die Cu Chi Tunnels aus der Zeit des Vietnamkriegs. Wir buchten einen Halbtagestrip zu den Cu Chi Tunnels und mussten feststellen, dass die Vinh Moc Tunnels viel eindrücklicher waren. Die Tunnels hier sind einfach zu touristisch und wir konnten die Tunnels viel weniger erleben. Das spannendste und zugleich auch touristischste Angebot ist die Schiessanlage, wo man für viel Geld mit dem Waffenarsenal aus der Kriegszeit „rumballern“ darf. Ein Schuss kostet einen ganzen Dollar. Wir verzichteten.

Zurück in der Stadt bummelten wir noch ein wenig durch die Strassen und kauften noch Kleinigkeiten. Für die nächsten Tag verliessen wir Saigon auch schon wieder in Richtung Mekong Delta. Auf unserer Zweitagestour ins Mekong Delta übernachteten wir in einer einfachen Holzhütte in einem Homestay. Am nächsten Morgen besuchten wir den schwimmenden Markt von Cai Rang. Auf diesem Markt wird alles direkt von den Schiffen verkauft. Am Masten der Schiffe ist die Ware angebracht, welche auf dem Schiff verkauft wird (z.B. eine Ananas,  Salat, oder beides). Der Markt wird zwar seit Jahren immer kleiner und kleiner, weil immer mehr Waren über Land transportiert werden, aber trotzdem ist es immer noch spannend anzusehen, wie die Händler an den grossen Schiffen andocken, um die Waren in ihre kleineren Boote umzuladen.

Unsere Begleiter waren sehr unterhaltsam und wir lernten wie man Reispapier, Reisnudeln, Reiswaffeln und Frühlingsrollen macht.  Weiter wissen wir nun wie sie die Bon-Bons herstellen und Reisschnaps machen. Was aber leider am Eindrücklichsten war, war das beobachten der Leute die direkt am Ufer des Mekongs leben. Da wird schon mal der ganze Hausmüll vom Boden direkt ins Wasser gewischt. Kein Wunder also, das man auch etliche Boote beobachten kann, welche anhalten, die Plastiktüten von den Motorschrauben wegfummeln und sie anschliessend einfach wieder ins Wasser werfen. Hier muss wohl noch viel Aufklärung betrieben werden.

Für den letzten Tag in Saigon haben wir uns dann noch das Kriegsmuseum aufgespart. In diesem kann man die ganze Geschichte rund um den Vietnam-Krieg aufarbeiten. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Fotografien. Der Vietnam-Krieg ist wohl deshalb so gut in Erinnerung, weil er der erste Krieg war, der von zahlreichen Kriegsfotografen und Journalisten ausführlich dokumentiert wurde. Natürlich stehen im Vorhof des Museums auch zahlreiche Fahrzeuge, Helikopter und Flugzeuge, welche aber wesentlich weniger Gewicht erhalten neben den gut aufbereiteten Informationen im Innern des Museums.

Am Ende unseres Aufenthaltes in Saigon gönnten wir uns dann noch eine „Abschluss“-Massage und ein letztes Bier auf einer Dachterrasse. Saigon selber gefiel uns weniger als Hanoi, es ist einfach etwas städtischer, hat dadurch auch mehr Party-Volk, mehr Verkehr und weniger Charm.

Am Tag darauf, dem 20. Dezember 2017, ging es früh morgens an den Flughafen, wo wir den Flieger nach  Kuala Lumpur bestiegen. Von wo wir dann direkt zur Insel Langkawi (Malaysia) flogen.

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