Was gibt es so in Amsterdam?
Nachdem wir die letzten Tage etwas viel Sightseeing gemacht haben ohne wirklich oft die Kamera gebraucht zu haben, war heute Kulturtag. Gleich nach dem Morgenessen gingen wir in das nahegelegene Van Gogh Museum. Wo neben der Entwicklung des Künstlers auch eine Sonderausstellung zum Thema “Van Gogh und die Farben der Nacht” zu bestaunen waren.
Die Ausstellung war sehr interessant. Besonders im Vergleich zum Museum in München kann man hier konzentriert die Entwicklung von Van Gogh verfolgen. Schade nur dass die Künstler erst sterben müssen um berühmt zu werden.
Mir persönlich haben nur ein paar wenige Werke gefallen, dass hängt aber auch stark damit zusammen das Vincent Van Gogh sehr viele Malstile ausprobiert hat und dadurch zu seinem eigenen Stil gefunden hat. Am Ende hatten Bruno und ich sogar das gleiche Lieblingsbild gefunden.
Den Versuch es zu stehlen haben wir dann aber doch abgebrochen, da wir keinen Platz mehr im Rucksack hatten.
Also wer die eindrückliche Entwicklung dieses Malers und sein Schicksal erfahren möchte ist hier bestens aufgehoben. Sehr empfehlenswert ist auch die Audiotour (4€) die einen tieferen Blick in die Gemälde erst so richtig möglich macht, zumindest für einen Laien wie mich.
Danach wollten wir eigentlich noch in das Reichsmuseum, da Sie aber zur Zeit mit Renovierungen beschäftigt sind ist nur ein Teil der Ausstellung einsehbar. Wir entschieden uns daher dagegen und machten uns auf zum Anne Frank Haus. Wer jetzt nicht weiss wer Anne Frank ist, dem sei an dieser Stelle der Wikipedia-Eintrag ans Herz gelegt. Das Versteck der Familie Frank wurde in ein Museum umgebaut und man betritt die verschiedenen Räumlichkeiten wo auch ein paar Informationen präsentiert werden.
Schlussendlich hatte ich mir mehr erwartet. Man erfährt nur sehr wenig über die Vorkommnisse im Haus und über das Leben der Familien während der zwei Jahre im Versteck. Ich denke dieses Empfinden würde sich stark ändern wenn man das Buch als ganzes kennt. Insofern würde ich es nur jenen weiterempfehlen die auch das Buch gelesen haben. (Ich habs nicht gelesen)
Etwas entäuscht gingen wir zurück zum Hotel und gönnten uns etwas “Personal-Time”. Ich tippte noch ein wenig auf dem Netbook, hörte ein bisschen Musik und verpennte – what else. ![]()
Bruno weckte mich dann irgendwann und da wir noch etwas für den Magen brauchten, befolgten wir einen Tipp aus den Zeitschriften die Bruno kopierte hatte.
Wir machten uns auf zur Albert Cuyp Straat wo der Bazar zu finden ist. Im Bazar sitzt man in einer grossen, zwei-stöckigen Halle die in der Mitte offen ist. Auf der Speisekarte findet man marokkanisches Essen. Es herrschte reger Betrieb und durch die zahlreichen Gespräche kommt man sich vor wie auf einem Marktplatz. Wir bestellte uns das Menü “Bazar Bizar”.
Klingt zwar komisch! Ist es aber nicht!
Das Menü beinhaltet Reis, zwei Fleischspiesse, Potatos, Gusgus und Poulet in einer grossen Schale und schmeckte wirklich lecker. Wer also mal in der Nähe ist sollte umbedingt reinschauen.
Mit vollgeschlagenen Bäuchen machten wir danach noch die Stadt unsicher, bis irgendwann zwei (nicht gerate tollaussehende) Holländerinnen kein Gefallen an meinem schön rasierten Pornobalken hatten. In der Folge mussten wir uns fast fluchtartig verdünnisieren, sonst wären wir wohl totgequatscht worden.
Ach ja .. so ganz nebenbei haben wir noch die Ess-Tipps vom Holland-Schweizer befolgt und uns an “Haring” und an “Poffertjes” versucht.
Roher Hering mit Brot, Zwiebeln und Essiggurken ist durchaus ein Snack für Zwischendurch. Auf jedenfall bei weitem nicht so eklig wie ich erwartet habe, sondern sogar irgendwie lecker.
Poffertjes sind einfach abartig süss. Kleine Pfannkuchen-Stücke überdeckt mit jeder Menge Puderzucker. Mir war es einfach zu süss.
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ramar
oh weltklasse
Haring und Poffertjes! Gibt nichts besseres…
habt ihr Kroket-Zeugs auch noch probiert?