Spielplatz für Erwachsene – die Armee

Ja wir haben den Krieg gewonnen! Und ich durfte nach drei Wochen wieder wohlbehalten nach Hause.

Das Militär ist ja schon eine lustige Sache vorallem dann, wenn es auf eine grosse Übung geht. Da hat man zwei Wochen lang nichts gemacht und dann in der letzten Wochen scheuchen Sie (das Kader) einen vom einen Ort zum anderen. Vielleicht hat es der ein oder andere in den Medien gelesen. Das Panzer Grenadier Batallion 29 war in der Volltruppen-Übung “Jupiter 29″ auf Achse mit allem was es her gibt. Das heisst:

  • 3 Panzer Grenadier Kompanien
  • 1 Panzer Kompanie
  • 1 Minenwerfer Kompanie
  • und die Stabskompanie mit Anhang

Konkret bedeutet das, dass etwa 250 Fahrzeuge von Hinwil nach Stein am Rhein verschieben sollten. Nicht verwunderlich, dass da einiges schief laufen kann. Das Beste war aber die Flussüberquerung der Panzer durch die Thur. Bereits der siebte Panzer schaffte es nämlich nicht über den Fluss und blieb mit Motorschaden in der Thur liegen. Die nachfolgende mehrstündige Rettungsaktion endete dann in einem mittleren Disaster wo sogar der Bergungspanzer der Armee im Kiesbett stecken blieb.

Natürlich wurde in der Folge auf Seiten der Armee hauptsächlich die positiven Aspekte hervorgehoben. Blablabla…

Am Mittwoch hies es dann “Defilé in der Stadt Winterthur”. Auch dies war natürlich in den Medien vertreten. Auch für diesen Auftritt wurde die Truppe natürlich in den höchsten Tönen gelobt. Ich frage mich manchmal ob die oberen Armee-Chefen überhaupt noch in der Realität zu Hause sind, oder ob sie die Realität auf Biegen und Brechen nur so wahrnehmen wollen damit Sie sich in ihrem Job bestätigt fühlen.

Für mich ist das ganze glücklicherweise bald zu Ende – es bleiben noch 5 Diensttage zu bewältigen…

Dieser Beitrag wurde am Montag, 1. September 2008 um 19:24 Uhr geschrieben und wurde mit den folgenden Schlüsselwörter gekennzeichnet: , , . Die Kommentare zu diesem Beitrag als RSS 2.0 Feed abonieren.

nike

Die Armee gehört einfach abgeschafft. Reine Geldverschwendung.

2. September 2008 um 10:18 Uhr

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