Paris à pied
Unsere erste Tat für heute war die Reservation des Zuges nach Biarritz. Leider waren wir zu spät und alle Liegen waren ausverkauft. Somit werden wir im Nachtzug nach Biarritz wieder auf Sesseln sitzen und wahrscheinlich wieder kaum schlafen. Dafür ist das ganze mit 1.50€ pro Sessel sehr günstig.
Da wir auch früh in Biarritz ankommen, können wir ja dann ein bisschen am Strand schlafen.
Da sich das Wetter bis jetzt gut gehalten hat, beschlossen wir ein bisschen Sightseeing zu machen und fuhren mit dem Bus zum Place de la Concorde. Wenn man dort beim Obelisk steht und in die eine Richtung schaut sieht man den Louvre und wenn man sich umdreht gehts rauf über die Champs Elysée zum Arc de Triomphe. Für uns gings in Richtung des Triumphbogens. Schliesslich sollte man sich dieses Denkmal nicht entgehen lassen wenn man schon mal in Paris ist. Auf dem Champs Elysée gilt die Regel “Je näher man dem Triumphbogen kommt, desto teurer werden die Läden”. Und der McDonalds fast zu Oberst ist die Ausnahme.
Mit der Metro fuhren wir dann wieder zurück zum Place de la Concorde wo wir dann durch den Garten hindurch zum Louvre liefen. Während dem kleinen Spaziergang zeigte sich das französische Wetter wieder von seiner besten Seite. Innerhalb von kürzester Zeit wechselte das Wetter von bewölkt zu regenerisch. Die zahlreichen “fliegenden Verkäufer” die einem den einen oder anderen Krims-Krams verkaufen wollen, zeigen sich recht flexibel und innert kürze wird der Eifelturm-Souvenir-Verkäufer zum Regenschirm-Verkäufer und umgekehrt.
Vom Louvre gings weiter auf die Ile de la Cité wo der Notre Dame de Paris zu finden ist. Und wenn ich mal eine Kirche für mich bauen würde, dann wäre der Notre Dame die Vorlage dazu. Zwar hat der Tourismus die Kirche in einen Ort fern ab von Stille und Innigkeit verwandelt, aber die Architektur und die Ambience die durch die Architektur entsteht ist einfach genial!
Das Geld für einen Besuch auf den Türmen des Notre Dame (8€) sparten wir uns und ich kaufte mir dafür eine feine Crepes mit Nutella bei einer Brasserie.
Unser nächster Halt war die Kirche “Sacré-Cœur” die ohnehin ganz in der Nähe von unserem Hotel ist. Von dieser Kirche hat man einen grandiosen Weitblick über die ganze Stadt. Und da das Wetter im Verlaufe des Tages immer besser wurde, blieb uns dieser nicht verwehrt.
Es war schon wieder recht spät und wir gingen zurück ins Hotel um kurz die Speicherkarte zu leeren, den Akku aufzuladen und uns etwas aufzufrischen fürs Nachtessen. Dieses nahmen wir im nahegelegenen Steakhouse zu uns damit wir bei Nacht noch einen zweiten Besuch bei der Kirche “Sacré-Cœur” machen konnten.
Gegen 10 Uhr waren wir dann auch wieder auf der Treppe vor der Kirche, tranken genüsslich unser Bier und genossen die Aussicht mit zig anderen Touristen, Parisern, Muslimen oder anderen Personen die leuchtende Eifeltürme verkauften. Ich versuchte noch ein paar Nachtaufnahmen der Stadt zu machen die ich dann hoffentlich in ein Panorama umwandlen kann. Unser nächster Halt bei diesem nächtlichen Ausflug war der Eifelturm. Immer zur vollen Stunde wird der Eifelturm für 5 Minuten speziell beleuchtet. Wir hatten uns zwar schlussendlich etwas mehr Spektakel erhofft, aber für ein verliebtes Päärchen und ein paar ausländische Touristen mag das Gebotene durchaus amüsant sein.
Die letzte Station unseres Nightwalks war dann der Louvre. Der ist zwar nicht speziel beleuchtet, aber die Glaspyramide verstrahlt ihren ganz eigenen Charme. Per Zufall wurden wir dann noch Zeuge eines weiteren Spektaktels beim Eifelturm und daher würde ich mal meinen: Besucht den Eifelturm vor Mitternacht und macht ein paar schöne Nachtbilder. Aber geht umbedingt nochmals um 1 Uhr Nachts hin und wartet auf die 5 minütige “Show” – dann macht das ganze nämlich auch Sinn.
Unser Nightwalk wurde dann noch unfreiwillig verlängert, denn die Metros fuhren nicht mehr. So waren wir gezwungen unseren Heimweg zu Fuss zurückzulegen. Und das kann noch dauern wenn man vom Louvre fast bis zum Sacre Ceure laufen muss.
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