Deutschland, Deutschland, Deutschland
Nachdem ich gestern noch ziemlich lange unterwegs war um ein paar Fotos von Berlin in der Nacht zu machen, musste ich heute etwas länger als geplant schlafen. Der nächtliche Ausflug war eigentlich geplant um Fotos zu machen, aber der Akku machte mir schon ziemlich bald einen Strich durch die Rechnung. So konnte ich zwar noch Fotos vom Brandenburger Tor und vom Reichstag machen, aber für mehr reichte der Akku leider nicht. Trotzdem nutzte ich die Zeit etwas zu Fuss durch die Strassen von Berlin zu ziehen und es war einfach genial! Berlin ist zwar riesig, aber man fühlt sich in dieser Stadt einfach nie orientierungslos oder hilflos. Nach dieser Tour war es aber höchste Zeit meinen Füssen eine Erholung zu gönnen und ins Bett zu gehen. Noch kurz ein kühles Berliner Pils geschlürft und dann ab in die Heia.
Aufstehen gehört ja bekanntlich nicht zu meinen Stärken und um beim Reichstag nicht allzu lange anstehen zu müssen, muss man eben etwas früher aufstehen. Wenn man erst um 10 Uhr da ist, muss man gut und gerne zwei Stunden Wartezeit in Kauf nehmen, also liesen es wir dann vorerst dabei und liefen zur Siegessäule. Die 285 Treppenstufen auf die obere Plattform der Säule ersparten wir unseren Füssen und wanderten stattdesen zum deutschen Museum.
Es zeigt einem die Entstehung Deutschlands seit Christi Geburt bis zur Neuzeit. Angefangen bei den Römern, das preussische Reich, die beiden Weltkriege und die Zeit nach dem Mauerfall. Hier erhält man wirklich sehr, sehr (, wahnsinnig) viel Informationen über Deutschland. Wir gingen etwa um 13 Uhr in das Museum hinein und wurden um 18 Uhr aus dem Museum gescheucht. Dabei waren wir noch nicht mal beim zweiten Weltkrieg. Ein bitterer Nachgeschmack also. Bruno und ich waren uns einig, dass wir dieses Museum bei einem erneuten Berlin Besuch nochmals besuchen würden. Falls mal jemand von euch in Berlin ist: Umbedingt anschauen und genügend Zeit einplanen!
Nach dieser geballten Ladung Kultur und Information wars wieder Zeit für ein bisschen lockeres Sightseeing. Wir versuchten es nochmals beim Reichstagsgebäude. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen und wir dachte uns, dass ist der perfekte Zeitpunkt. Und tatsächlich war die Schlange vor dem Eingang stark geschrumpft. Wir mussten nur noch etwa 30 Minuten warten und konnten dann in die Glaskuppel hochfahren.
In der Glaskuppel hat man perfekte Sicht rund um Berlin (quasi kostenloser Fernsehturm) und wird mittels Audiotour auch kurz über die wichtigsten Gebäude der Stadt infomiert. Neben der interessanten Architektur kriegt man hier also auch einen guten Überblick über die Stadt, was zu Beginn eines Aufenthaltes sicher nützlich sein kann.
Mittlerweile war es schon fast neun Uhr und unser Zug nach Kopenhagen fuhr um 23 Uhr. Also stillten wir noch unseren Hunger und gingen dann ins Hostel um unser Gepäck abzuholen.
Jetzt liegen wir auf unseren Liegen im Zug und sind unterwegs nach Malmö (Schweden)
und fahren dann mit dem nächsten Zug nach Kopenhagen. Der Zug wird übrigens auf eine Fähre geladen und dann gehts über Meer nach Schweden. Mal schauen ob ich noch kurz einen Streifzug auf der Fähre unternehme.
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