Bu-Bu-Budapest
Einige denken vielleicht das ich hier auch in einem Blogger-Sommerloch gelandet bin, aber an Motivation fehlt es mir nicht. Eher an der Zeit die Dinge niederzuschreiben. Dennoch möchte ich es nicht missen euch hier von einem kleinen Ausflug nach Ungarn zu erzählen.
Ich muss vorausschicken dass ich mich im Vorfeld nicht über die Stadt und das Land informiert habe, somit wusste ich nicht was auf mich zukommt. Man könnte aber auch sagen dass ich unbefangen an die Sache ran ging. Zusammen mit acht Unihockey-Kameraden gings also auf nach Budapest.
Mit den ersten Eindrücken verhält es sich wie beim kennenlernen von anderen Menschen, die ersten Sekunden entscheiden. Und so war es bei Budapest schon sehr schnell passiert. Die Taxifahrt vom Flughafen zum Hotel glich einem Autorennen. Links und rechts wurde überholt, auf der Strasse mit 120 km/h gerast und wenn möglich noch kurz vor dem anderen Auto rechts einspuren damit man einen Platz gut gemacht hat. Eines von unseren drei Taxis haben wir mit unserem Taxi mindestens 3x überholt.
Die nächste Überraschung war dann aber angenehm. Das Hotel (4 Sterne) war wirklich super. Sauber, klimatisiert, ordentlich, günstig (für unsere Verhältnisse) und zentral gelegen.
Dann gings auf in die Stadt. Und als kurzabriss: Die Stadt ist nicht dreckig, aber ich würde es auch nicht als sauber bezeichnen. Alles in allem fühlte ich mich sicher und ich hätte auch keine Probleme gehabt in der Nacht alleine auf die Strasse zu gehen. Man wird nicht dumm angemacht von irgendwelchen Leuten die einem was andrehen wollen und auch der Verkehr ist eigentlich gut geregelt. Meistens gibt es für die Fussgänger eine Unterführung. Das ist wohl das sicherste beim Fahrstil der Ungaren.
Um den geschichtlichen Hintergrund der Stadt oder des Landes kennenzulernen hatten wir leider keine Zeit. *räusper*
Ein echtes Problem scheinen die Ungaren mit dem Tourismus zu haben. Irgendwie hatte ich in den Gaststätten ständig das Gefühl nicht willkommen zu sein. Das äusserte sich entweder darin das man beim bezahlen über den Tisch gezogen wurde oder einfach mal so fünf Minuten aufs Bier warten musste. Die Taxifahrer jubeln einem falsche Zehntausender-Noten (50 CHF) unter und drei Taxis verrechnen für die gleiche Strecke drei unterschiedliche Beträge.
Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen. Die Stadt hat meinen Geschmack nicht getroffen und auch das Volk machte sich ebenfalls nicht gerade sympatisch.
Ich weiss, dass es da weit bessere Möglichkeiten gibt sein Geld und seine Zeit zu spenden.
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Randnotiz: Ich habe es wieder einmal geschafft, nicht ohne Komplikationen zu fliegen. Während auf der Hinreise noch alles klappte, durfte ich beim Rückflug vor dem Boarding nochmals bei der Flughafen-Polizei antraben. Sie wollten noch einen genauen Blick in meinen Koffer werfen. Natürlich hatte es nichts Bösartiges in diesem drinnen.
Aber durch dieses Manöver verpasste mein Gepäck leider den rechtzeitigen Flug von Budapest nach Zürich und blieb noch eine Nacht länger in Ungarn. Jetzt warte ich noch auf mein Gepäck, dass aber wenigstens schon in der Schweiz angekommen ist.
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