Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!
Wie befürchtet war die Nacht im Zug für mich nicht besonders erholsam. Trotz einer anständigen Müdigkeit hatte ich so meine Mühe etwas schlaf zu bekommen. Mit Musik in den Ohren und ein bisschen Rotwein gelang es aber dann trotzdem und so wurde die Zugfahrt doch noch erträglich.
Als wir etwa um 7:40 in Berlin am Hauptbahnhof ankamen informierten wir uns erstmal im Reisezentrum welche Nahverkehrsmöglichkeiten bestehen, und wie wir evtl. mit dem Interrail-Ticket etwas günstiger wegkommen. Leider gab es keinen speziellen Rabatt dafür, aber die Dame meinte dann es gäbe so was wie eine Bonuskarte. Dazu schickte sie uns aber erstmal zwei Stockwerke hoch zum S-Bahn Infopoint. Im S-Bahn Infopoint fragten wir den netten Herrn nach eben dieser Bonuskarte, von deren Existenz er aber nichts wusste. Er meinte wiederum das wir im Reisezentrum der Deutschen Bahn besser bedient seien und schickte uns in eben dieses (was zum Glück gleich nebenan war). Dort konnte die Dame dann endlich erahnen was wir mit “Bonuskarte” meinte, und meinte wir sollen doch im S-Bahn Infopoint nach der “Welcome Card” oder der “City Card” fragen.
Mit dieser Information im Sack gingen wir wieder nach nebenan und fragten im S-Bahn Infopoint nach diesen beiden Karten, worauf hin wir zwei Broschüren mit Beschreibungen der einzelnen Angebote bekamen. Das lustige an diesen Angeboten: Sie sind preislich fast identisch (+/- 0.60€) und unterscheiden sich eigentlich nur durch die Rabatte die man bei Partner-Angeboten (Sightseeings, Eintritte) erhält. Ich entschied mich dann für die Welcome-Card.
Nach dieser kleinen Odysse am Bahnhof machten wir uns auf den Weg zum Hostel, was sich glücklicherweise nicht ganz so kompliziert gestaltete wie in München. Einmal umsteigen von S-Bahn zu S-Bahn und einen kurzen Fussmarsch später standen wir bereits vor unseren nächsten Unterkunft. Das Hostel war bereits gut gefüllt mit Gästen die sich am Frühstücksbuffet verpflegten und wir waren noch etwas früh drann, aber nichts destotrotz nahm man sich kurz die Zeit uns die Regeln zu erklären und uns unsere Gästerkarten zu verteilen. Unser Gepäck konnten wir ebenfalls bereits in einem Schrank deponieren und weil es sich grad so anbot, verpflegten wir uns auch gleich am Morgenbuffet (3€).
Es war jetzt etwa 9 Uhr und unser Zimmer war erst um 14 Uhr bezugsbereit, also machten wir uns sogleich auf um die ersten Sachen in Berlin anzuschauen. Als wir unser Hostel ausgewählt haben, haben wir bewusst darauf geachtet eines im Zentrum von Berlin zu nehmen. Und das kam uns jetzt zu Gute. In nur zwei Bahnstationen sind wir beim Brandenburgertor und von dort ist es nur ein Katzensprung zum Reichstag.
Eigentlich dachte ich immer, dass das Brandenburger Tor eine Art Mahnmal/Denkmal für etwas ist, aber dem ist nicht so. Dieser Platz erhielt seine Symbolik durch Fotos von geschichtlichen Ereignissen. Natürlich wollten wir uns nicht lumpen lassen und machten die üblichen Touristen-Fotos. ![]()
Wie erwähnt ist man vom Brandenburgertor in nur wenigen Gehminuten beim Reichstag, und so schauten wir uns mal an wie weit man denn mittlerweile anstehen musste um in die Glaskuppel des Gebäuse zu gelangen. Die Warteschlange ging vom Eingang die Treppe hinunter bis zum Anfang der Wiese. Für uns eindeutig zuviel. Wir beschlossen deshalb eine kleine Stadtrundfahrt mit dem 100er Bus zu machen und dann an einem anderen Tag frühmorgens beim Reichstag anzustehen.
Der 100er Bus führte uns schon an einigen weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei (z.B. der Siegessäule) und verschaffte uns schon mal einen kleinen Überblick über die Stadt. Am Ende der Linie stiegen wir aus und schlenderten zu einer Ruine eines Kirchenturms.
Der Turm war leider das einzige was übrig blieb nach der Bombardierung Berlins durch die Allierten. Im Innern konnte man einige Bilder von Früher anschauen und etwas über die Geschichte dieser Kirche erfahren. Hier wurde mir so erst richtig bewusst das wir uns hier ein einer zweigeteilten Stadt befanden, die an einigen Orten völlig neu entstand und an anderen Orten seit langer Zeit bestand hatte. Das fällt einem auch auf wenn man durch die Stadt fährt. Immer wieder sieht man alte Element-Wohnblocks aus Zeiten nach dem Krieg und vor dem Mauerfall und dann plötzlich wieder ein neuzeitiges, spezielles Gebäude. Es scheint mir, wie wenn man mit den neuen Gebäuden die Geschichte verschleiern möchte, oder netter ausgedrückt: als wenn man der Stadt ein neues Gesicht geben möchte.
Nach dieser ersten Erkundungstour obsiegte die Müdigkeit und wir beschlossen in unser Hostel zurückzukehren und uns erstmal im Zimmer etwas zu erholen. Nach einer kurzen Wartezeit und dem ein oder anderen Sekundenschlaf konnten wir dann gegen 14 Uhr auch das Zimmer beziehen und uns etwas hinlegen.
Eigentlich wollten wir uns ja nur kurz hinlegen, aber als wir (ich) wieder auf die Beine kamen war es bereits 17 Uhr. Gut erholt machten wir uns auf um etwas in den Magen zu bekommen. Dank eines persönlichen Tipps gabs eine feine Tomatensuppe und Chicken Curry beim Inder gleich in der Nähe des Hostels.
Zum Abschluss des Tages wollten wir uns das Finalspiel FC Barcelona gegen Manchester United anschauen und schlenderten durch die Stadt bis wir schlussendlich im Irischen Pub landeten.
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hey zBerlin müend ehr unbedingt Checkpoint Charly go aluege, isch mega interessant… falls ihr überhaupt no dete sind
) viel spass….
nike
Freshy verpennt mal wieder alles ;-P