Auf und ab
Ich könnte jetzt wieder den Titel Strandtag verwenden, aber dann würdet ihr ja noch eifersüchtig werden. Also lass ich das mal.
Nach unserem Frühstück auf dem Zimmer (weil die Pension so klein ist, dass es nicht mal Platz hat für einen Esstisch) gingen wir auf den Burghügel. Auf diesem Hügel direkt an der Küste stand einst eine Verteidigungsanlage die mittlerweile aber abgerissen ist und Spielplätzen und Liegewiesen weichen musste. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Strand von Nizza und die Bucht des Hafens. Es hat dort anscheinend auch einen Wasserfall denn konnten wir aber irgendwie nicht finden.
Auf dem Rückweg durchstreiften wir die Altstadt und Bruno musste sich wieder einmal seiner Sucht nach Saurem hingeben. Nizza hat eine sehr schöne Altstadt mit vielen engen, verwinkelten Gassen, zahlreichen kleinen Restaurants und Cafés die zum verweilen einladen. Dieser Teil gefällt mir wesentlich besser als der “neue Teil” vom Bahnhof bis zum Meer.
Was danach folgte war eine kleine Odysse für sich. Wir wollten nämlich den Zug nach Hause buchen, denn wir gestern nicht mehr buchen konnten weil die Schalter für überregionale Reisen schon geschlossen waren. Wir hatten uns in Barcelona schon für den Nachtzug am Montagabend entschieden und dachten eigentlich, dass es sich nur noch um eine Formsache handelt diesen zu reservieren.
Die überraus motivierte Mitarbeiterin am Schalter teilte uns dann aber mit, dass es in diesem Zug kein Plätze mehr für Interrail-Tickets zu vergeben hat. Also erkundigten wir uns nach dem Fahrpreis und nach weiteren Möglichkeiten um in die Schweiz zurück zu gelangen. Es waren dann schlussendlich gerade zwei Fahrmöglichkeiten. Daraus ergaben sich drei Varianten für uns.
- Abfahrt Montag-Morgen, Ankunft Montag-Abend
- Abfahrt Montag-Abend per Nachtzug, Ankunft Dienstag-Mittag
- Abfahrt Dienstag-Morgen, Ankunft Dienstag-Abend
Ich wollte umbedingt noch einen weiteren Tag in Nizza verbringen und Bruno wollte sicher am Dienstag zu Hause sein. Also wäre die zweite Variante eigentlich das Optimum gewesen. Nur hätten wir für diesen Zug satte 120 CHF bezahlen müssen (da Interrail-Plätze weg). Was uns schlichtweg zu teuer war. Also beharrte ich auf der letzten Möglichkeit und dazu mussten wir erst abklären ob wir eine weitere Nacht in der Pension übernachten konnten.
Kurz zurück in die Pension um die Badehose zu montieren und abzuklären wegen der Übernachtung und dann wieder zurück an den Bahnhof um die Reservationen für den Dienstag zu tätigen. Puuuh! Jetzt hatten wir uns den Strand aber wirklich verdient.
Und so verbrachten wir den Rest des Tages auch am Kiesstrand von Nizza in herrlich blauem Wasser und bei strahlendem Sonnenschein. ![]()
So liese es sich also ganz gut leben.
Vor kurzem sind wir in die Pension zurück gekommen und haben gerade erfahren dass das Bett doch nicht frei ist für die Übernachtung am Montag. Also mussten wir auf die Schnelle noch ein weiteres Zimmer in einem naheliegendem Hostel organisieren, was aber zum Glück problemlos geklappt hat.
Ihr seht also unsere Heimreise gestaltet sich etwas komplizierter als angenommen, aber wir werden am Dienstag hoffentlich ohne grosse Problem von Italien her wieder in die Schweiz einreisen.
verwandte Beiträge