Akte X – Jenseits der Wahrheit

Ich bin ja seit beginn der Serie ein Fan von Akte X, und auch der erste Film hat mir mehr oder weniger gut gefallen. Also dachte ich mir – wenn sie schon einen zweiten Film machen, dann geht man sich diesen auch anschauen…

Gesagt getan und gestern noch spontan fürs Kino entschieden.

10 Jahre hat es gedauert bis es der zweite Film auf Leinwand geschafft hat. Kein Wunder also, dass auch die Zeit nicht an unseren Hauptakteuren Dana Scully und Fox Mulder vorbeigegangen ist. Der Film hat hier also auch eine ordentliche Portion Erklärungen zu liefern und geht nach der Einleitungssequenz sehr gemächlich voran.

Das FBI ist auf der Suche nach einer verschwundenen Agentin, und ein ehemaliger Priester hat anscheinend eine Vision und führt die Agenten auf eine Spur von Leichenteilen. Kein Wunder also, dass bei dieser mysteriösen Fahndungsmethode die Hilfe eines Experten nicht schlecht sein kann. Wer würde da besser in die Geschichte passen, als unsere beiden Experten für paranormale Ereignisse?

Während Fox Mulder natürlich sofort wieder im Bann des Priesters ist – ist Scully gewohnt skeptisch gegenüber Allem was sich nicht stichhaltig beweisen lässt.

Was dann folgt ist eine Schnitzeljagd nach Hinweisen mit weiteren paranormalen Eingebungen des Priesters. Diese sind gut in die Story eingebunden und lassen einem immer einwenig zweifeln wie auch hoffen.

Und was bleibt am Ende?

Nicht viel für mich! Der Film hat mich ziemlich entäuscht… Es dünkt mich dass der Fokus des Filmes fast mehr auf der Beziehung zwischen Scully und Mulder liegt, als auf den paranormalen Aktivitäten und den damit verbunden Rückschlägen für Mulder. Mulder der seit jeher auf der Suche nach seiner verschwundenen Schwester ist, und sich an jeden Strohhalm klammert in der Hoffnung sie zu finden. Der aber durch jeden Hinweis wieder zurückgeworfen wird, und trotzdem nie aufgibt. Genau diesen Fox Mulder wollte ich sehen – aber nix da. Am Ende scheints fast wie wenn er aufgegeben hat und zu all dem klauen Sie ihm auch noch seine Synchronstimme! *Skandal!*

Dana Scully, der Gegenpol von Fox, die immer alles hinterfragt – wirkt schwach und ermüdet von der Hetzjagd nach dem Unerklärlichen.

Liebe Macher… wenn ihr je mal daran gedacht habt noch einen weiteren Film zu drehen, dann habt ihr mit diesem Film jegliche Substanz der Hauptakteure aufgebraucht.

Wer darf den Film schauen?

Schauen darf ihn grundsätzlich jeder ;-) – aber ich empfehle ihn niemandem. Leute die Akte X nicht kennen, verstehen die zusammenhänge der einzelnen Personen zu wenig. Und Fans der Serie könnte es wie mir ergehen und den Kinosaal mit entäuschter Mine verlassen.

Prädikat: auf eigenes Risiko

Dieser Beitrag wurde am Montag, 28. Juli 2008 um 23:22 Uhr geschrieben und wurde mit den folgenden Schlüsselwörter gekennzeichnet: , , . Die Kommentare zu diesem Beitrag als RSS 2.0 Feed abonieren.

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